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Blockaden und Lösungen

Was sind Blockaden und warum können sie ein Problem für den Gestaltungsprozess sein?

 

Manchmal stockt etwas in uns.
Nicht nur im Denken. Auch im Körper, im Fühlen, im Gestalten.

Ideen verschwinden. Der innere Zugang wird leise.
Was vorher leicht floss, wirkt plötzlich schwer oder unerreichbar.

Viele Menschen kennen solche Phasen als kreative Blockade, Erschöpfung oder innere Enge.

 

Die Lerntrainerin Vera F. Birkenbihl beschrieb, dass unterdrückte Gefühle und dauerhafte Anspannung sich im Menschen anstauen können. Irgendwann sucht sich dieser Druck einen Weg nach außen.

Dann erleben wir vielleicht:

  • Gereiztheit
  • Rückzug
  • Überreaktionen
  • Erschöpfung
  • Weinen
  • das Gefühl, festzustecken

Nicht jede schwierige Phase ist sofort ein Problem.
Schwierig wird es, wenn der innere Druck dauerhaft keinen Ausdruck mehr findet. Wenn nichts mehr fließt. Wenn selbst Dinge, die früher Kraft gegeben haben, nicht mehr erreichbar wirken.

Gerade kreative Prozesse reagieren empfindlich auf diesen Zustand.
Denn Gestaltung braucht Verbindung:
zum Körper, zur Wahrnehmung, zum inneren Erleben.

 


~ Lösung 1 = Wieder in Ausdruck kommen

 

Gestaltung kann helfen, innere Spannung in Bewegung zu bringen.

Nicht perfekt.
Nicht leistungsorientiert.
Sondern ehrlich und lebendig.

Das kann vieles sein:

  • Zeichnen
  • Schreiben
  • Tanzen
  • Töpfern
  • Fotografieren
  • Musik
  • Naturkunst
  • Collage
  • Bewegung
  • Stimme

Oft geht es dabei nicht darum, „etwas Schönes“ zu erschaffen.
Sondern überhaupt wieder in Kontakt zu kommen.

Mit Farbe.
Mit Material.
Mit dem eigenen Rhythmus.

Wenn du noch nicht weißt, welche Ausdrucksform zu dir passt, findest du im Artikel Ausdrucksmöglichkeiten verschiedene kreative Zugänge als Inspiration.

 


 

~ Lösung 2 = Raus aus der inneren Sackgasse

 

Manchmal reicht „einfach machen“ nicht mehr.

Dann ist der innere Zugang zu verschlossen oder der Druck bereits zu hoch geworden. Das ist kein persönliches Versagen, sondern oft ein Zeichen dafür, dass das Nervensystem Unterstützung braucht.

In solchen Phasen kann Begleitung hilfreich sein:

  • ein kreativer Kurs
  • ein geschützter Gruppenraum
  • ein Kunst- oder Körperangebot
  • therapeutische Unterstützung
  • ein Mensch, der Halt und Orientierung gibt

Oft braucht es zuerst Sicherheit, bevor Ausdruck wieder möglich wird.

Und manchmal beginnt der Weg erstaunlich klein:

  • Erde anfassen
  • Materialien sortieren
  • Linien kritzeln
  • Farben mischen
  • einen Stein in der Hand halten
  • Blätter sammeln
  • zehn Minuten ohne Ziel gestalten

Nicht alles muss sofort Bedeutung haben.
Manches darf einfach wieder Bewegung werden.

Vielleicht hilft dir dafür auch die „einfach machen Liste“.

 Oder als Start die Naturkunst

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