Ein Museum
Ein Museum soll bewundert werden.
Es soll makellos aussehen.
Ein Museum bleibt sauber.
Man fasst möglichst nichts an.
Alles bleibt an seinem Platz.
Ein Museum wird betrachtet.
Es soll erhalten werden.
Ein Zuhause
Ein Zuhause ist anders.
Ein Zuhause wird bewohnt.
Es darf nach Suppe riechen.
Es bekommt Kratzer.
Dinge gehen kaputt.
Es wird gelacht.
Es wird geweint.
Es wird gelebt.
Bist du noch ein Museum oder lebst du schon?
Viele von uns versuchen, ein Museumsleben zu führen.
Wir möchten perfekt wirken.
Immer funktionieren.
Keine Fehler machen.
Keine Schwäche zeigen.
Keine Spuren hinterlassen.
Aber Menschen sind keine Ausstellungsstücke.
Menschen sind zum Leben gemacht.
Zum Ausprobieren.
Zum Scheitern.
Zum Lernen.
Zum Ausruhen.
Zum Wachsen.
Ein Museumsstück steht ständig unter Bewertung.
Ein Mensch muss das nicht.
Ein Mensch darf einfach leben.
Mit Hunger.
Mit Müdigkeit.
Mit Tränen.
Mit Grenzen.
Mit Chaos.
Mit Bedürfnissen.
Und doch fällt uns genau das oft schwer.
Der Nervenlotse
Genau hier setzt das Projekt AWi Nervenlotse™ an.
Scham möchte verbergen, dass wir Menschen sind.
Würde erlaubt uns, Menschen zu sein.
Nicht die menschlichen Bedürfnisse sind das Problem – sondern die Vorstellung, sie verstecken zu müssen.
Ein Mensch verliert seine Würde nicht durch Bedürfnisse.
Auch nicht durch Müdigkeit, Tränen oder Grenzen.
Würde beginnt dort, wo das Menschliche nicht mehr versteckt werden muss.
Das Projekt AWi Nervenlotse™ ist kein Leitfaden für ein perfektes Leben.
Es ist eine Einladung, wieder ein Zuhause im eigenen Leben zu finden.
Nicht perfekt funktionieren.
Sondern das eigene Leben wieder bewohnen – als Mensch.

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